Spatenstich für den Neubau der Technischen Chemie und Einweihung neuer Hörsaalbauten

Spatenstich auf dem Baufeld des Neubaus Technische Chemie (Bild: FAU/Harald Sippel)
Bild: FAU/Harald Sippel

Markus Blume und Joachim Herrmann zu Gast

Gleich doppelten Anlass zum Feiern hatte die Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU) am 8. April – den Spatenstich für die neue Technische Chemie und die Einweihung zweier Hörsaalbauten am FAU Campus Erlangen Süd. Der Bayerische Wissenschaftsminister Markus Blume und sein Kabinettskollege, der Bayerische Innenminister Joachim Herrmann, waren extra zu diesem Ereignis nach Erlangen gekommen.

„Der Spatenstich für die neue Technische Chemie und die Einweihung der Hörsaalbauten sind wichtige Meilensteine für die Standortentwicklung der FAU in Erlangen“, sagt FAU-Präsident Prof. Dr. Joachim Hornegger. „Unsere Chemie und damit einer unserer besonders forschungsstarken Bereiche wird bald komplett auf unserem Campus im Erlanger Süden in neuen hochmodernen Gebäuden konzentriert sein. Mit den Schnellbauhörsälen konnten wir zudem die geplanten Verlagerungen der Chemie aus der Erlanger Innenstadt abschließen. Damit schaffen wir Raum in der Innenstadt, den wir für die Errichtung des neuen geisteswissenschaftlichen Zentrums benötigen.“

Forschungsinfrastruktur auf Weltniveau

Die CBI-Professoren Prof. Dr. Thommes, Prof. Dr. Wasserscheid und Prof. Dr. Hartmann beim Spatenstich auf dem Baufeld des Neubaus Technische Chemie
Prof. Dr. Thommes, Prof. Dr. Wasserscheid und Prof. Dr. Hartmann beim Spatenstich auf dem Baufeld des Neubaus Technische Chemie (Bild: FAU/Harald Sippel)

Im Westen des FAU Campus Erlangen Süd, an der Immerwahrstraße, wird in den nächsten Jahren ein Hightech-Gebäude für die Technische Chemie entstehen, in dessen Bau der Freistaat insgesamt rund 140 Millionen Euro investiert.

Die Technische Chemie ist einer der Spitzenforschungsbereiche der FAU. Forscherinnen und Forscher wie Prof. Dr. Matthias Thommes, Prof. Dr. Peter Wasserscheid und Prof. Dr. Martin Hartmann beschäftigen sich unter anderem mit der Entwicklung neuartiger Katalysatorsystemen für beispielsweise Wasserstofftechnologien.

Im Neubau entstehen auf rund 5500 Quadratmetern Nutzfläche sowohl hochmoderne Labore für Forschung und Lehre sowie Büros. Das Projekt ist eine Maßnahme der Innovationsoffensive „Hightech Agenda Bayern“ der Bayerischen Staatsregierung. Voraussichtlich 2028 soll der Bau fertiggestellt sein.

Wenn der Neubau in Betrieb ist, wird er zusammen mit dem Forschungsbau des Helmholtz-Instituts Erlangen-Nürnberg für Erneuerbare Energien (HI ERN) und dem des Interdisziplinären Zentrums für nanostrukturierte Filme (IZNF) einen wichtigen Knotenpunkt für die Technische Chemie auf dem Südgelände bilden.

 

 

Moderne Lehre in nachhaltigem Umfeld

Nachhaltig: Die Hörsaalbauten in leichter Holzbauweise. (Bild: FAU/Harald Sippel)
Nachhaltig: Die Hörsaalbauten in leichter Holzbauweise. (Bild: FAU/Harald Sippel)

Die beiden neuen Hörsaalbauten an der Cauerstraße werden von den Technischen und der Naturwissenschaftlichen Fakultät genutzt. Die Gebäude in leichter Holzbauweise sind Zwillinge und beherbergen jeweils zwei Hörsäle mit 380 bzw. 449 Sitzplätzen. Der Freistaat hat dafür insgesamt rund 22,5 Millionen Euro bereitgestellt.

Die Holzbauweise ist nicht nur nachhaltig, sondern erlaubte es, die dringend benötigten Hörsaalgebäude innerhalb nur eines Jahres aufzustellen. Die beiden Neubauten sind wichtiger Bestandteil der Pläne der FAU für das Erlanger Stadtzentrum: Dank der zusätzlichen Flächen im Süden kann nun das Gebäude der alten Organischen Chemie an der Henkestraße 42 abgerissen werden. Dort soll dann das neue Hörsaalzentrum für die Geisteswissenschaften entstehen – und so zusammen mit Kollegienhaus und Himbeerpalast die neue Wissenschaftsachse in der Erlanger Innenstadt bilden.

Seit dem Wintersemester 2023/24 sind die Gebäude in Betrieb. Die Flachdächer sind begrünt und mit Photovoltaik ausgestattet. Zwischen den Gebäuden werden Sitzgelegenheiten aufgestellt. Praktisch für die Studierenden: Die neuen Hörsäle liegen nur rund 200 Meter von der Mensa, der Bibliothek sowie anderen Hörsälen entfernt.