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Angebote für Lehrkräfte

ProfiS – Professoren in die Schulen

Im Rahmen des ProfiS-Programms bieten Professorinnen und Professoren des Departments Chemie- und Bioingenieurwesen an, Schulen zu besuchen, um dort einen etwa 30-minütigen Vortrag über ein spannendes Thema aus ihrer aktuellen Forschung zu halten.

Es ist uns ein großes Anliegen Schülerinnen und Schülern die naturwissenschaftlichen und technischen Fächer spannend und zukunftsweisend darzustellen und dabei aufzuzeigen wie wertvoll diese für unseren Alltag sind.

Das Thema Nachhaltigkeit bildet den Schwerpunkt des aktuellen Programms. Den Schülerinnen und Schülern wird zum Beispiel vermittelt, wie man durch eine Lebenszyklusanalyse sehr leicht eine Nachhaltigkeitsbeurteilung von Produkten durchführen kann. Der in der vorherigen Runde häufig angefragte Vortrag über Elektromobilität steht erneut zur Wahl, ein weiterer zeigt auf, was mit dem Energieträger Luft alles möglich ist. Zwei Vorträge zur Biotechnologie werden im Doppelpack angeboten: nach einer Diskussion über Risiken und Chancen der Biotechnologie wird der Einsatz der medizinischen Biotechnologie bei der Entwicklung neuer therapeutischer und diagnostischer Verfahren anhand von Malariaforschung demonstriert.

Alle Vorträge werden so aufbereitet, dass sie zum Unterricht und dem Wissensstand der Schülerinnen und Schüler ab der 11. Klasse passen. Die Vortragsthemen eignen sich insbesondere für den Chemie-, Biologie- und Physikunterricht, sowie für den naturwissenschaftlich-technischen Unterricht. Das Angebot ist für die Schulen kostenfrei.

Die aktuelle Broschüre finden Sie hier zum Download:

ProfiS 2019/2020

Der Vortrag wird so aufbereitet, dass er zum Unterricht und dem Wissensstand der Schüler in der gymnasialen Oberstufe passt. Die Vortragsthemen eignen sich insbesondere für den Chemie-, Biologie- und Physikunterricht, sowie für den naturwissenschaftlich-technischen Unterricht. Das Angebot ist für die Schulen kostenfrei.

Schulen oder Fachlehrerinnen/Fachlehrer können sich zur Terminvereinbarung oder bei weiteren Fragen an Frau Isolina Viktoria Paulus wenden.

Aktuelles Programm

Die Bezeichnung „nachhaltig“ begegnet uns im Alltag ständig – von Nahrungsmitteln, über Kosmetikprodukte, bis hin zu Investmentfonds. Doch ist das überhaupt gerechtfertigt?

Ist ein Produkt nachhaltig, wenn es anstatt Treibhausgase zu verursachen, aus seltenen Rohstoffen besteht? Die Frage ist nicht so leicht zu beantworten! Eine Bewertungsmethode von Waren und Gütern ist die sogenannte Lebenszyklusanalyse. Alle Umweltauswirkungen des Lebensweges eines Produktes werden betrachtet. Das umfasst sowohl die Entnahme der Rohstoffe aus der Natur, als auch deren Weiterverarbeitung, sowie die Nutzung des Produktes und letztendlich dessen Entsorgung. Von der Wiege bis zur Bahre also! Der Fokus der ökologischen Bewertung liegt hierbei nicht nur auf CO2, sondern auf vielen weiteren sog. Wirkungskategorien. Sie beantwortet Fragen, wie: Welche Rohstoffe werden verbraucht? Wie groß ist die genutzte Fläche? Werden giftige Substanzen freigesetzt?

Lasst uns zusammen darüber diskutieren, was die Ergebnisse einer Lebenszyklusanalyse über Nachhaltigkeit aussagen!

Konzept/Vortrag: Simon Rauch, M. Sc.

Biotechnologie, Umwelt und der ganze Rest

In der heutigen Zeit werden eine Vielzahl biotechnischer Produkte und Verfahren eingesetzt. Anhand mehrerer Beispiele soll anschaulich erklärt werden, welche Gefahren vom Gentransfer zwischen „wildfremden Spezies“ in der Natur tatsächlich ausgehen und warum wir uns hier eher entspannen können. Ob die Zahl der gegen Antibiotika resistenten Keime tatsächlich zunimmt, wo diese tatsächlich entstehen, wie man diese wieder loswerden könnte und warum die Verschreibungspraxis von Ärzten damit eher weniger zu tun hat. Was bedeutet es eigentlich, wenn Spuren gentechnisch veränderter Pflanzen in Honig nachgewiesen werden? Und was passiert langfristig eigentlich auf und neben einem solchen Acker?

Abgerundet wird der Vortrag durch einen kurzen Ausblick auf den Beitrag der Biotechnologie zur Rohstoffversorgung der chemischen Industrie und warum es – aus Sicht des Vortragenden –  „gutes und schlechtes“ Biogas gibt.

Im Vortrag werden Grundprinzipien der Natur erklärt.  Außerdem soll den Schülern veranschaulicht werden, dass eine einfache Technik-Folgen-Abschätzung ohne Spezialwissen möglich ist und sie sich auch ohne Studium eine qualifizierte Meinung bilden können.

Vortragender

Dr.-Ing. Holger Hübner

Ist kein Kraut gegen die Malaria gewachsen?

Die Malaria ist seit Jahrtausenden eine Geißel der Menschheit und betrifft heutzutage vor allem Afrika südlich der Sahara.  Jährlich infizieren sich über 212 Millionen Menschen mit Malaria, von denen knapp eine halbe Million, vor allem Kinder unter fünf Jahren, an der Erkrankung sterben. Wieso gelingt es eigentlich nicht, diese Erkrankung in den Griff zu bekommen, wie es bei anderen Infektionserkrankungen möglich war?

Was ist die Malaria? Worauf basieren die heutigen Ansätze zur Bekämpfung der Malaria? Gibt es eine Immunität gegen Malaria? Gibt es einen klassischen Impfstoff gegen Malaria? Wie erkennt man, dass man Malaria hat? Was sollte man beachten, wenn man in ein Land in Urlaub fährt, in dem die Malaria auftritt? Treten Malariaerkrankungen auch bei uns auf? Kann sich die Malaria, z.B. im Zuge des Klimawandels, bei uns verbreiten? Wieso ist Resistenzentwicklung gegen Antimalariamedikamente so ein großes Problem? Was sind aktuelle Strategien zur Entwicklung neuer Antimalariamittel?

Im Beitrag werden unter anderem die oben aufgeworfenen Fragen beantwortet. Dabei wird über  aktuelle Forschungsarbeiten an der FAU berichtet, vor allem aus dem Labor von Prof. Kappes selbst. Schwerpunkte des Vortrags werden Ansätze sein, um völlig neue Medikamente gegen die Malaria zu entwickeln und Informationen über das, was die Forschungsgruppen vorhaben, um die Wirksamkeit von Malariamedikamenten länger zu erhalten bzw. wieder herzustellen.

Die für die Forschung besonders wichtigen Malariablutkulturen dürfen aus rechtlichen Gründen nicht außerhalb des Labors vorgeführt werden. Blutausstriche von abgetöteten roten Blutkörperchen, die mit dem Erreger der Malaria, dem Parasiten Plasmodium falciparum infiziert sind, stehen als Demonstrationsmaterial aber zur Verfügung und können im Mikroskop betrachtet werden.

Vortragende

Prof. Dr. Barbara Kappes

Mobilität der Zukunft –Brennstoffzellen?

Mit einigen einfachen und anschaulichen Beispielen, soll das Thema elektrochemischer Energieumwandlung für Elektromobilität Schülern vorgestellt werden.

Nach einer allgemeinen Einführung zum aktuellen Stand der Mobilität unserer Gesellschaft, soll im weiteren speziell auf aktuelle Diskussionen im Rahmen der Energiewende eingegangen werden. Dabei liegt der Fokus insbesondere darauf, wie wir in Zukunft Mobilität energietechnisch gestalten können. Konzepte von Batterien und Bennstoffzellen werden dabei vorgestellt, und deren jeweilige Vorteile und Nachteile objektiv betrachtet. Dabei soll auch ein offener Wissensaustausch mit den Schülern stattfinden, um über Medien transportierte, oft gefärbte Informationen richtig einordnen zu können.

Im Kernteil des Austausches steht darüber hinaus ein tiefergehender Blick in den Aufbau von Brennstoffzellen, deren Komponenten, sowie der Funktionsweise. Diese soll den Schülern anhand von Bildern und Exemplaren näher gebracht werden. Dazu steht insbesondere auch ein Lehrbaukasten mit Brennstoffzellen-spielzeugauto gekoppelt an eine Solartankstelle mit Wasserelektrolyse zur Verfügung.

Vortragender

Prof. Dr. Karl Mayrhofer

Ob Kühlschränke, Wärmepumpen, Kraftwerke oder Motoren die Kompression von Gasen ist der entscheidende Schritt, um eine hohe Effizienz zu erreichen. Der Beitrag erklärt mit Hilfe von Demonstrationsmodellen wie wichtige technische Systeme funktionieren und gibt einen Einblick in moderne Entwicklungsmethoden.

Im Anschluss wird nach Interesse der Schüler eine Diskussion zu aktuellen gesellschaftlichen Fragen wie Energiewende, Mobilität der Zukunft oder Dieselgate angeboten.

Vortragender

Prof. Dr.-Ing. Michael Wensing