Besser Kühlen für die Energiewende: Lehrstuhl AOT‑TP überzeugt Fördermittelgeber mit Forschung zur Kondensation

Prof. Andreas Fröba und sein Team untersuchen in den nächsten drei Jahren das Kondensationsverhalten an Kondensationsrohren sowie in Rohrbündeln am Hochdrucklabor der Technischen Fakultät der FAU. v.l.: Prof. Andreas Paul Fröba, Pratham Prakash, Julius Kühl, Dr. Tobias Klein und Dr. Michael Rausch
Andreas Fröba und sein Team untersuchen in den nächsten drei Jahren das Kondensationsverhalten an Kondensationsrohren sowie in Rohrbündeln am Hochdrucklabor der Technischen Fakultät der FAU. v.l.: Prof. Andreas Paul Fröba, Pratham Prakash, Julius Kühl, Dr. Tobias Klein und Dr. Michael Rausch

Nicht nur der Boom an Rechenzentren für KI-Anwendungen oder der Umstieg auf Wärmepumpen verlangen nach mehr Knowhow an Wärme- und Energietechnik. Klimaanlagen in Büros, Krankenhäusern und privaten Haushalten, Kühl- und Gefrierschränke, sorgen wie auch Industriekälte in der Lebensmittel-, Pharma- und Chemiebranche für einen riesigen Energiebedarf. Die Umstellung etwa von verbotenen FCKW-Nachfolgern auf klimaneutrale Kältemittel ist noch längst nicht abgeschlossen.

Ein wichtiger Ansatzpunkt ist die Erforschung des Kondensationsverhaltens von klimaneutralen Kältemitteln, wie reinen Kohlenwasserstoffen und deren Gemischen, an Kondensationsrohren in Kälteanlagen. Dadurch lässt sich der stattfindende Kondensationsprozess in Wärmepumpen und Kälteanlagen grundlegend verstehen, um sie dann energieeffizienter auszulegen. Das ist der Anspruch zweier Forschungsprojekte, die Prof. Andreas Paul Fröba in seinem Forschungsteam unter Beteiligung von Dr. Tobias Klein und Dr. Michael Rausch vom Lehrstuhl für Advanced Optical Technologies – Thermophysical Properties (AOT-TP) verfolgt. Dafür wurden bei der Deutschen Forschungsgemeinschaft und der Bayerischen Transformations- und Forschungsstiftung insgesamt gut 750.000 Euro an Fördergeldern erfolgreich eingeworben. Damit wird in den nächsten drei Jahren das Kondensationsverhalten an Kondensationsrohren sowie in Rohrbündeln am Hochdrucklabor der Technischen Fakultät detailliert untersucht.

Fröba und sein Team erwarten sich wichtige Einblicke in den Kondensations- und Wärmeübertragungsprozess mit Hilfe von Hochgeschwindigkeitsaufnahmen und Laserspektroskopie. Dadurch können die Einflüsse von Strömungseffekten direkt am Kondensationsrohr charakterisiert werden. Die Ergebnisse der beiden Forschungsprojekte versprechen, zu einer effizienteren und verbesserten Arbeitsweise von Apparaten und Prozessen der Wärme- und Energietechnik beizutragen.

Weitere Informationen:

Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) ist in Deutschland die größte Forschungsfördereinrichtung und zentrale Selbstverwaltungsorganisation der Wissenschaft. Sie  investiert aus ihren Töpfen Forschung höchster Qualität und trägt maßgeblich zu Wohlstand und nachhaltigem Fortschritt bei. Sie wird von Bund und Ländern finanziert.

Die Bayerische Transformations- und Forschungsstiftung (BFS) fördert Projekte, die gemeinsam von Wirtschaft und Wissenschaft getragen werden. Dabei steht eine spätere wirtschaftliche Wertschöpfung aus den Ergebnissen im Fokus. Förderschwerpunkte sind u.a. Digitalisierung, Produktionstechnik oder auch Material und Werkstoffe.

Kontakt

Prof. Dr.-Ing. Andreas Paul Fröba
Lehrstuhl für Advanced Optical Technologies – Thermophysical Properties
andreas.p.froeba@fau.de